Pfarrgeschichte

In äußerst schwerer Zeit haben unsere Vorfahren mit vereinten Kräften zu Ehren des Pestpatrones, des hl. Sebastian, die jetzige Ludescher Pfarrkirche erbaut. Seit 1640 versammeln sich in diesem stilvoll errichteten Barockkirche Sonntag für Sonntag Christen um zu danken, um Gott höchste Anerkennung und Ehre zu erweisen und vor allem um Gottes Segen in allen Lebenslagen zu erflehen.

Doch die Pfarrgeschichte von Ludesch reicht an die tausend Jahre weiter zurück, in die Epochen der Merowinger und der Karolinger. Irgendwo am fruchtbaren und sonnenbeschienenen Hang, nordöstlich des heutigen Siedlungskernes von Ludesch, befand sich wahrscheinlich ein großer Herrenhof. Geleitet von einer adeligen christlichen Familie, bewirtschaftete von zahlreichem Gesinde und sicherlich von Sklaven. Für diese Untertanen und für jene Bauern, die in der fruchtbaren und windgeschützten Ebene der Lutz siedelten, wurde wohl schon im 7. Jahrhundert ein Gotteshaus ganz in der Nähe des Herrschaftlichen Gehöfts erbaut. Um 800 n.Chr. folgte bereits eine gemauerte Kirche von erstaunlich großen ausmaßen, deren Fundamente anlässlich von archäologischen Grabungen gut erkennbar festgestellt wurden.