Eucharistie / Kommunion

Der Begriff Eucharistie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Danksagung“. In der Eucharistiefeier, die in der Regel Hl. Messe genannt wird, sagen die Gläubigen Dank für Gottes Handeln an ihnen: Für die Schöpfung, für Jesus Christus, für ihre Erlösung und für das Wirken des Hl. Geistes in der Kirche und im persönlichen Leben des Einzelnen.  

Im engeren Sinn besteht die Eucharistie in dem Ritus, der auf das letzte Abendmahl Jesu mit den 12 Aposteln zurückgeht. Diesen Ritus zu feiern, hat Jesus Christus selbst der Kirche aufgetragen und verheißen, dass das Brot und der Wein, die dabei verwendet werden, in sein Leib und sein Blut gewandelt werden. Auf diese Verheißung hin glaubt die katholische Kirche, dass der Hl.Geist Brot und Wein in der Eucharistiefeier auf das Gebet des Priesters hin zu Leib und Blut Christi wandelt. Daher vereinigt sich jeder, der die gewandelten Gaben empfängt, mit Jesus Christus selbst, wie der Apostel Paulus schreibt (1 Kor 10,16) und durch die Einheit mit Christus auch mit allen anderen Christgläubigen an allen Orten und zu allen Zeiten.

Neben der Gemeinschaft mit Jesus Christus im heiligen Mahl ist die Eucharistie aber auch besonders dadurch gekennzeichnet, dass sie sich auf das Letzte Abendmahl Jesu bezieht, also auf den Abend vor seiner Kreuzigung. Jesus selbst verband dieses Mahl mit seinem Opfertod am folgenden Tag. In der Eucharistiefeier wird der Opfertod Jesu für die Menschen gegenwärtig.

Die Eucharistie ist seit den Anfängen zentraler Bestandteil des katholischen Gottesdienstes und katholischer Frömmigkeit. Sie wird bezeichnet als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“.